Skytraders kann was werden, glaubt man der aggressiven Bewerbung im Internet
Skytraders kann was werden, glaubt man der aggressiven Bewerbung im Internet


Wien – „Es ist vollbracht! Mit einer Unterschrift haben wir in der letzten Woche in Wien den Startschuss für die SKYT Holding GmbH gesetzt, deren Geschäftsführer ich sein werde. Nun steht uns eine große Aufgabe bevor“, schrieb Thomas Stradner am 19. April letzten Jahres auf seiner eigenen Internetseite. Mit ihren zahlreichen Videobeiträgen zu Geschäftsideen, Online-Trends und Marketingstrategien hat sie den Charakter eines Video-Blogs. Weiter hieß es dort: „In den letzten Jahren sind in den USA zahlreiche Online-Broker aus dem Boden geschossen, die Gewinne in Milliardenhöhe verzeichnen. Auch im deutschsprachigen Bereich gibt es mittlerweile einige FinTech-Unternehmen, die mehr als erfolgreich sind.“ Das Beispiel dieser Broker zeige, dass das entsprechende Geschäftsmodell funktioniere, betonte Thomas Stradner und skizzierte, was ihm mit seinem Projekt Skytraders vorschwebt. „Mit Skytraders wollen wir aber noch einen Schritt weiter gehen und den ersten Online-Broker aufbauen, der mit der Kraft der Community Geld verdient.“ Sehr selbstbewusst erklärte der „Multiunternehmer“, wie er sich bei Facebook nennt, dass er damit im fünften Jahr einen Gewinn von 88,5 Millionen Euro erwirtschaften will.

Der in Hitzendorf in der Steiermark lebende Marketing-Profi hat das Vertriebsgeschäft von der Pike auf gelernt. Als Vortragsredner ließ er andere Menschen in mehr als 650 Seminaren an seinem Wissen teilhaben und begeisterte Zuhörer in zahlreichen europäischen Ländern. Im September 2021 meldete er sich wieder auf seiner Seite zu Wort und erklärte bedauernd, dass er nun seinen letzten Vlog veröffentlicht. Nach sieben langen Jahren der Vlog-Produktion habe er dafür zuletzt immer weniger Zeit und Kreativität aufbringen können. Stradner verriet auch den Grund: „Skytraders und meine neuen Aufgaben nehmen mich momentan vollkommen ein. Da bleibt leider nicht mehr viel Zeit und, um ehrlich zu sein, auch wenig Motivation, um noch zu vloggen.“

Worum genau geht es? Skytraders bezeichnet sich in den sozialen Medien als „The world‘s first Community Owned Online Broker“, und Stradner als Geschäftsführer der SKYT Holding GmbH nennt sich einen „Online-Broker-Teilhaber“. Erklärtes Ziel ist es, gemeinsam mit der Community ein internationales Online-Broker-Netzwerk aufzubauen und dieses innerhalb von fünf Jahren an der Technologiebörse Nasdaq zu listen. Jedes Community-Mitglied ist ein Partner des Online-Brokers und soll direkt von dessen Erfolg profitieren. Auch soll „Charity mit Krypto“ verbunden werden, also ein Wohltätigkeitsprojekt mittels Kryptowährungen unterstützt werden.

Um das durch Crowdfunding finanzierte und gemeinschaftlich betriebene Skytraders-Projekt zu unterstützen und den wechselseitigen Informationsaustausch zu fördern, wurde eigens die schon erwähnte Community aus der Taufe gehoben. Den Mitgliedern des Vereins Skytraders gehört die Muttergesellschaft, die SKYT Holding GmbH in Wien. Diese hat im Laufe der Jahre Tochtergesellschaften in mehreren Ländern gegründet, um international Vor-Ort-Präsenz zu zeigen. Alle Gewinne werden an die Wiener Muttergesellschaft ausgeschüttet und als Dividende an die Community-Mitglieder ausgezahlt. Das Management-Team von Skytraders besteht aus erfahrenen Bankern und Vertriebsspezialisten mit langjähriger Markt- und Berufserfahrung, die unter anderem schon für Schweizer Privatbanken tätig waren. „Ein Unternehmen gehört in die richtigen Hände, um nicht nur erfolgreich aufgebaut zu werden, sondern auch um positive Ergebnisse im Tagesgeschäft zu erzielen“, heißt es seitens des Online-Brokers. „Deshalb haben wir einige der besten Köpfe zusammengebracht, die über jahrzehntelange einschlägige Erfahrung, einzigartige Fähigkeiten und Netzwerke sowie das Wissen verfügen, um Skytraders zu einem Erfolg zu machen.“ Wenig überraschend ist, dass Thomas Stradner Vorsitzender des Unterstützungsvereins ist. Als Geschäftsführer fungiert Andreas Kindlinger, der es als seine Aufgabe ansieht, „aus jedem Teammitglied das Beste für seinen Bereich herauszuholen“.

Aktiv wird um Neumitglieder für die Community geworben, die dann über ein Dashboard, einen Newsletter, über Telegram-Gruppen und Webinare die neuesten Informationen über das Skytraders-Projekt erhalten, um „Mehrwert“ zu schaffen. Durch die Stärke des Netzwerkes wird eine optimale Zusammenarbeit mit den Produktpartnern angestrebt. So sollen niedrigere Preise generiert werden, von denen jedes einzelne Mitglied profitiert. Dabei geht es um die Möglichkeit der Teilnahme am „Skyten“, das laut der SKYT Holding für „Skytrades Ecosystem Token“ steht. Diese können nur als Mitglied erworben und für zahlreiche Produkte der Kooperationspartner verwendet werden. Versprochen werden Einblicke in die Börsenwelt: „Möchten Sie den Handel an der Börse erlernen? Oder sind Sie bereits ein erfahrener Trader? Dann finden Sie hier die richtigen Kurse exklusiv von Mitgliedern für Mitglieder.“

Welch große Rolle der Charity-Gedanke bei dem Online-Broker-Netzwerk spielt, zeigt das Engagement für die Sauberkeit der Meere. Auf der Facebook-Seite der Skytraders-Community wird gefragt: „Wusstet Ihr, dass es 2050 mehr Plastik als Fische im Ozean geben wird? Helft uns, die Ozeane zu retten. Wusstet Ihr, dass 50 bis 80 Prozent des Sauerstoffs, den wir einatmen, aus dem Meer kommt? Die Ozeane geben uns Energie und Rohstoffe.“ Die unternehmenseigene Charity-Aktion zur Rettung der sieben Weltmeere nennt sich naheliegenderweise „Seven Oceans“. Hier kann man Fotos spenden, die „Seven Oceans“ in NFTs umwandelt und diese für den guten Zweck verkauft. Einer der Initiatoren ist der Weltrekordhalter im Freitauchen, Chris Redl, der gleichzeitig Community-Mitglied und Head of Sales bei Skytraders ist.

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