RS.aero ist eines jener Projekte, für die Tanja Merdan Investitionen einwirbt
RS.aero ist eines jener Projekte, für die Tanja Merdan Investitionen einwirbt


Erlangen – Angesichts des Klimawandels steht nachhaltiges Investieren seit einigen Jahren hoch im Kurs. Immer mehr Anleger wollen ihr Geld nach ökologischen und sozialen Gesichtspunkten investieren und suchen nach Investmentstrategien, die Ethik und Profitabilität in Einklang bringen. Bei früheren Geldanlagen ging es ausschließlich um gute Zinserträge oder hohe Renditen bei möglichst schneller Verfügbarkeit und Risikostreuung des Kapitals. Das moderne Nachhaltigkeitskriterium führt aber zu einer ganz anderen Bewertung von Anlagen. Diese können ökologisch-sozialen Aspekten in unterschiedlichen Abstufungen gerecht werden. So gibt es Anlageformen, die ausdrücklich Investitionen in die klimaschädliche Verstromung ausschließen und damit indirekt dem Klimaschutz dienen. Es gibt natürlich auch Geldanlagen, die ganz gezielt klimafreundliche Projekte wie den Bau von Solarparks oder Windrädern fördern. Es geht bei diesem neuen Kriterium für Geldanlagen also darum, nachhaltig zu investieren. Verbindliche Mindeststandards für nachhaltige Geldanlagen oder ein unabhängiges Verbrauchersiegel gibt es bislang nicht. Unter dem Label „grün“, „klimafreundlich“, „sozial“ oder „ethisch“ versteht jeder Anbieter etwas anderes. Potenzielle Investoren sind deshalb gut beraten, genau zu prüfen, was sich hinter dem schillernden Begriff der Nachhaltigkeit bei diversen Anbietern von Fonds oder Unternehmensbeteiligungen verbirgt. Bei der Auswahl (wirklich) nachhaltiger Anlageprodukte spielt Vertrauen in den Vermittler oder Emittenten eine große Rolle.

Dieses Vertrauen hat sich in vielen Jahren die Ökodirekt GmbH unter der Geschäftsleitung von Tanja Merdan erarbeitet. Das Unternehmen aus Erlangen kann als Pionier bei der Entwicklung nachhaltiger Geldanlagen gelten, denn es platzierte schon 1998 erfolgreich seinen ersten ökologischen Fonds am Markt. Es übernahm damit eine wichtige Vorreiterrolle in einer Zeit, in der die Endlichkeit der meisten Energiequellen und der Raubbau an der Natur noch außerhalb des Blickwinkels der meisten Investoren lagen. Heutzutage ist die Verzahnung von Ökologie, Ökonomie und Ethik im Namen der Nachhaltigkeit schon fast eine Selbstverständlichkeit, aber vor der Jahrtausendwende war es etwas für idealistische Trendsetter. Mit einem professionellen Management, großer Kundennähe und absoluter Transparenz beschäftige man sich seit Langem mit Fragen werthaltiger Investments, heißt es bei Ökodirekt. „Natürlich investieren“ sei keine bloße Marketingparole, sondern Kern der Unternehmensphilosophie. „Keine Abenteuer auf unbekanntem Terrain und keine Risiken auf den volatilen Finanzmärkten dieser Welt. Vielmehr gewissenhaftes Recherchieren und Agieren zum Wohl unserer weitsichtigen Kunden“, erläutert Tanja Merdan. Dass es inzwischen mehr als 6.000 Kunden seien, mache sie schon ein wenig stolz und zeige, dass man mit den nachhaltigen Anlagestrategien vieles richtig gemacht habe. Merdan ist nicht nur Geschäftsführerin des mittelfränkischen Investmenthauses, sondern zugleich Business Coach und Personalmanagerin. Unterstützt wird sie von Finanzfachwirt (FH) Oliver Wellner, der als Vertriebsleiter und Projektmanager für erneuerbare Energien tätig ist. Vor 24 Jahren hat die Ökodirekt GmbH damit begonnen, an ökologischen Leitbildern orientierte Investments anzubieten. Ausweislich ihrer Internetpräsenz wurde für 130 Projekte ein Gesamtvolumen von mehr als 70 Millionen Euro eingeworben. Das langjährige Vertrauen erfahrener Projektpartner wie der Ranft Gruppe, der AXMA GmbH, der MHB GmbH und der Wattner AG spricht für sich.

Angeboten werden beispielsweise Investmentmöglichkeiten in das hochmoderne Unternehmen des Flugzeugbauers Dr. Reiner Stemme. RS.aero ist sein neues Technologieplattform-Unternehmen, mit dem er die Luftfahrt in eine umweltfreundliche Zukunft führen will. Der Physiker mit einer lebenslangen Erfahrung im Flugzeugbau machte sich international durch die Entwicklung von Hochleistungs-Motorseglern einen Namen. Ausgehend vom legendären S10-Segelflugzeug wurde der elektrisch angetriebene Elfin Glider für die Anforderungen des 21. Jahrhunderts konstruiert. „Darüber hinaus führt RS.aero verschiedene Forschungsprogramme durch, die darauf abzielen, die am besten geeigneten nachhaltigen Luftfahrtantriebssysteme der Zukunft zu finden“, erklärte der Unternehmensgründer auf Nachfrage.

Ökodirekt schwärmt vom Investieren in dieses nachhaltige Projekt mit großem Wachstumspotenzial: „Reiner Stemme hat sich mit seinem Unternehmen dem Bau eines hocheffizienten Elektro-Hybrid-Motorsegelflugzeugs verschrieben. Sie nutzen erstmals neue Batterie- und Wasserstofftechnologien für die Entwicklung umweltfreundlicher Flugzeuge. Seine Flugzeuge bieten durch die innovative Antriebstechnologie viele neue Anwendungsmöglichkeiten, um zum Beispiel mit luftgestützten Fernerkundungsdaten zur Verbesserung des Klima- und Umweltschutzes sowie sicherer Infrastrukturanlagen beizutragen.“ Für eine entsprechende Geldanlage mit einer Laufzeit von fünf Jahren winkt eine Jahresverzinsung von 5,50 Prozent, bei einer sechsjährigen Laufzeit sind es 6,30 Prozent. Jüngst teilten die Erlanger Anlageprofis mit, dass die ReinerStemme.aero GmbH vom Flugdienstleister Sentinel einen Auftrag über vier Flugzeuge des Typs RS.500 und sechs Exemplare des Typs RS.130 erhalten habe. Das gesamte Auftragsvolumen liege bei 39 Millionen Euro.

Wer es mit der Luftbranche nicht so hat, der kann über Tanja Merdan auch in das Projekt „JenaBatteries 5“ investieren, bei dem es um nachhaltige Energiespeicher und schwermetallfreie Flüssigbatterien geht. Das aus einem Forschungsprojekt an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena hervorgegangene Batteriekonzept wurde von der JenaBatteries GmbH weiterentwickelt und zur Marktreife gebracht. „Das neue Speichermaterial ist frei von Metallen, die Redox-Flow-Batterie ist weder brennbar noch explosiv und damit nachhaltig und sicher“, argumentiert Ökodirekt. Die Herstellung der Redox-Flow-Batterie von JenaBatteries soll gänzlich ohne fragwürdige Rohstoffe aus unsicheren Herkunftsländern auskommen, deren Beschaffung oft mit Umweltzerstörungen und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen einhergeht. Diese Batterie ist nach Herstellerangaben vollständig in Europa produzierbar. Mit einer Mindestsumme von 10.000 Euro gibt es beim Anlageprodukt „JenaBatteries 5“ für eine vierjährige Laufzeit fünf Prozent Zinsen im Jahr, bei einer Dauer von fünf Jahren sechs Prozent.

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